Gepostet von Windmann am Sep 28, 2011 in Freizeit und Natur
In den vergangenen Jahren hat sich ein neues Bewusstsein gegenüber der Umwelt entwickelt. Umweltschutz durch Energiesparen, der Ausstieg aus der Atomenergie oder Modefirmen, die Kleidung für ökologische Höchstansprüche entwerfen, prägen die Gesellschaft immer deutlicher. Der Umweltschutz wird nun auch immer mehr beim Reisen berücksichtigt. Doch wodurch zeichnen sich Öko-Reisen wirklich aus?
Am wichtigsten an einer umweltschonenden Reise ist vor allem das Fortbewegungsmittel, das die Urlauber an ihr Ziel bringt. Flugreisen sind unter diesem Aspekt kaum geeignet für Öko-Reisen. Die Umwelt schonen Urlauber am meisten, wenn sie auf Alternativen umsteigen. Ökologisch besonders wertvoll ist die Reise mit der Bahn oder dem Schiff. Autofahrten können bis zu einer gewissen Entfernung auch umweltverträglicher sein als eine Flugreise. Die Eigenanreise ohne die Nutzung eines Flugzeuges kann einen Abenteuerurlaub an sich darstellen. Afrika kann zum Beispiel durch Bus, Bahn und zum Ende über Seewege erreicht werden – individuelle Erlebnisse inklusive. Bei einer umweltverträglichen Reise ist es jedoch auch wichtig wie man sich während der Urlaubstage fortbewegt. Besonders beliebt ist hierbei das Fahrrad, mit dem nicht nur längere Strecken bewältigt werden können, sondern die natürliche Umgebung wesentlich mehr genossen und erobert werden kann als es bei der Nutzung eines Autos der Fall wäre. Auch das Wandern wird zur neuen “sanften Mobilität” gezählt, die eine Öko-Reise ausmachen. Naturerlebnisse in einer intensiveren Form werden bei kaum einer anderen Art der Reise erlebt.
Als “Faustregel” gilt: für Anreisewege unter 700 Kilometern sollte das Flugzeug nicht genutzt werden. Für Reisen über 700 Kilometern kann der Urlaub mit einer Fluganreise beginnen, sollte jedoch gemessen an den verursachten Emissionen durch den Flug mindestens eine Woche betragen.
Öko-Reisen führen häufig zu Zielen fernab der üblichen Touristenhochburgen. So sind bei Öko-Reisen häufig auch alternative Übernachtungsmöglichkeiten zu finden. Statt in einem anonymen Großhotel zu nächtigen, wird die Übernachtung vielmehr zum Beispiel im Bauernhof erfolgen oder einem familienbetriebenen Hotel. Hierdurch unterstützen die Urlauber nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern verweigern ihre Sympathie auch den großen Hotelketten, die vielerorts bisher noch unberührte Landschaften in Bauregionen und neue Touristenattraktionen verwandeln. Die Übernachtung in einem Bauernhof oder einer kleinen Pension ermöglicht einen engeren Kontakt zur Bevölkerung und einem intensiveren Kennenlernen eines neuen Landes oder einer Region. Die steigende Beliebtheit von Öko-Reisen führt mittlerweile auch dazu, dass größere Hotels nachrüsten. So werden Hotels gebaut, die den neuesten Standards entsprechen, unter anderem ohne alte Klimaanlagen, die viel Strom benötigen, oder mit erneuerten Heizungen unter Verwendung ökologischer Bauweise. Reisen erweitert den Horizont – diese Erfahrung wird mit ökologischem Reisen noch intensiviert.
Vor Ort können Urlauber die Region unterstützen und die Umwelt schützen, indem mehrheitlich Lebensmittel von ortsansässigen Bauern bezogen werden und in Feinkostläden eingekauft wird. Dies kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern berücksichtigt auch die sogenannten Fair Trade-Richtlinien, wodurch die Nachhaltigkeit noch erhöht wird.
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